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Historie

Die Alte Bahnhofshalle der Ort der Geschichte schrieb

Nach Ihrer Sanierung erstrahlt sie wieder in neuem alten Gewand
und bietet Ihnen Raum für Ihre individuelle Veranstaltungen.

Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1874, dem Jahr
der Eröffnung der Alten Wanseebahn.

Es weist die typi­sche Fach­wer­k­ar­chi­tek­tur eines »klei­nen Hal­te­punk­tes« der 60er und 70er Jahre des neun­zehn­ten Jahr­hun­derts auf. Sie kam damals in Schö­ne­berg und Zeh­len­dorf zur Aus­füh­rung. Der im Stil eines »Schwei­zer­häus­chens« gestal­tete Bau ist als ein­zi­ger Wan­see­bahn­hof in Fach­werk­aus­füh­rung erhal­ten geblie­ben. Die »Alte Bahnhofshalle« ist als Ein­zel­denk­mal aus­ge­wie­sen und wurde ori­gi­nal­ge­treu restauriert.

Aus dem Leben einer Landgemeinde

»So ganz ohne Pro­bleme aber lie­fen die ers­ten Jahre der Kolo­nie Friedenau nicht ab, lag man doch weit ent­fernt von Ber­lin. Sämt­li­ches Bau­ma­te­rial und alle lebens­not­wen­di­gen Güter muß­ten von dort oder dem benach­bar­ten Schö­ne­berg besorgt wer­den. Die Ver­kehrs­wege waren längst noch nicht aus­ge­baut, geplante Pfer­de­bah­nen blie­ben aus. Ohne Frage mußte eine rich­tige Eisen­bahn­sta­tion her. Ein neuer Ver­ein, der »Gemein­nüt­zige Ver­ein Friedenau«, ver­han­delte ein Jahr mit der Direk­tion der pri­va­ten Berlin-Potsdam-Magdeburger Eisen­bahn­ge­sell­schaft, selbst der preu­ßi­sche Han­dels­mi­nis­ter schal­tete sich ein. Im Novem­ber 1874 war es dann soweit: Die Züge hiel­ten an der Sta­tion Friedenau, die aller­dings auf Schö­ne­ber­ger Gebiet lag. Dar­über aber konn­ten die Sied­ler hinwegsehen.«

Friedenau blüht auf

»Die zwi­schen Ber­lin und Pots­dam fah­rende Bahn machte nun Halt an der Sta­tion Friedenau, täg­lich ver­kehr­ten 14 Züge. Ende der acht­zi­ger Jahre fuh­ren schon 21 Züge nach Ber­lin.
Die Frie­de­nauer hat­ten sich ihre Sta­tion auch etwas kos­ten las­sen. Die Grund­be­sit­zer steu­er­ten 6000 Mark für die Bahn­hofs­an­la­gen bei, und die inter­es­sier­ten Ver­eine schenk­ten der Eisen­bahn­ge­sell­schaft 200 qm Land für den Bau der Sta­tion und Geleise.

Das Sta­ti­ons­ge­bäude war ein ein­fa­cher Fach­werk­bau mit einem geteer­ten Papp­dach, neben Dienst­raum und Fahr­kar­ten­schal­ter bot es noch Platz für einen War­te­raum. Und nicht zu ver­ges­sen: dane­ben stand die Bedürfnisanstalt.«

Quelle: Zum Teil aus dem Buch: Friedenau — Aus dem Leben einer Land­ge­meinde 1871–1924,
Ver­lag: Zins­meis­ter & Grass